Inklusion ist ein Menschenrecht.
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (CRPD) stellt eine Ergänzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 dar. Die Bundesrepublik Deutschland hat sie im Februar 2009 ratifiziert; am 26. März 2009 trat sie in Kraft.
Deutschland hat sich damit verpflichtet, u.a. das Schulwesen inklusiv zu transformieren (Art. 24 UN-BRK).
Der UN-Fachausschuss in Genf überprüft laufend die Fortschritte der Staaten in der Umsetzung der UN-BRK. Aktuell erfolgt die 2. und 3. Staatenprüfung für Deutschland. Nähere Informationen finden Sie hier.
Behindertenverbände und weite Teile der Zivilgesellschaft warnen vor den offen erklärten Absichten der AfD, Menschen mit Behinderung durch alle Bereiche unserer Gesellschaft hindurch zu marginalisieren, auszugrenzen und unsichtbar zu machen. Die Forderungen aus der rechtsextremen Richtung sind eineindeutig, wenn man beispielsweise das „Regierungsprogramm“ der AfD in Sachsen-Anhalt liest. Die Würde des Menschen wird schamlos in Frage gestellt. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte macht dies sehr deutlich.
Das Bündnis Gemeinschaftsschule Bayern steht zu den Verpflichtungen, die in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegt sind. Letztendlich sind alle staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure verpflichtet, für die Umsetzung dieser Verpflichtungen zu sorgen, so auch die Kommunen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat nun zusammen mit der Uni Siegen Handlungsempfehlungen für eine kommunale Inklusionspolitik vorgelegt.
In Anlehnung an den bekannten „Index für Inklusion“ von Tony Booth und Mel Ainscow aus dem Jahr 2000 (3. Überarbeitung – siehe www.csie.org.uk) hat die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft 2011 eine weitere Version des Index herausgegeben: „Inklusion vor Ort. Ein kommunaler Index für Inklusion – ein Praxishandbuch“. Es ist beim Deutschen Verein für private und öffentliche Fürsorge erschienen und kann hier, inzwischen in zweiter Auflage 2013, bestellt werden. Ein Erfahrungsbericht von Barbara Brokamp und Wiebke Lawrenz fasst wertvolle Praxiserfahrungen zusammen.
Eine Web-Version des kommunalen Index für Inklusion gibt es hier: