Gemeinschaftsschulen anderswo

Auf dieser Seite verweisen wir auf bereits existierende Modelle von Gemeinschaftsschulen sowie auf Fachverbände.

GGG – Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule
Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V.

Der Verband ist eine Vernetzungs-Plattform und vertritt die Idee der Gemeinschaftsschule in der politischen Auseinandersetzung. Er gliedert sich in verschiedene Landesverbände – u.a. auch in Bayern. Seine Arbeit dient der Überwindung des selektierenden Schulwesens in Deutschland.

Baden-Württemberg

Auf der Seite des Kultusministeriums Baden-Württemberg wird anschaulich das dort verwirklichte Modell dargestellt.
Rückblick auf 10 Jahre Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg (von Norbert Zeller, ehemaliger Leiter der Stabsstelle für Gemeinschaftsschule und Inklusion beim Kultusministerium Baden-Württemberg)

Berlin

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin stellt hier ihr Modell vor.

Bremen

In Bremen heißt die Gemeinschaftsschule Oberschule. Die Oberschule ist eine leistungsorientierte Schule für alle nach skandinavischem Vorbild. Die meisten Bremer Schülerinnen und Schüler besuchen eine der 33 Oberschulen und können hier alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse erreichen.

Nordrhein-Westfalen

Ein herausragendes Modell einer funktionierenden inklusiven Gemeinschaftsschule – durchgängig vom ersten Schultag bis zum Abschluss in Klasse 10 (Oberstufe ist in Planung) ist die PRIMUS Schule in Münster, ein international viel beachtetes Modell. Ein echter Leuchtturm, der selbst dichtesten Nebel zu durchdringen vermag.

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen stellt auf seiner Website die Grundlagen des Schulversuchs zur Gemeinschaftsschule in diesem Bundesland vor. Allerdings besteht in NRW weiterhin ein selektives Schulsystem.

Engagierte Lehrkräfte werben auch hier für die Gemeinschaftsschule als Schulart.

Sachsen

2021 hat der Sächsische Landtag für ein neues Schulgesetz und damit für die Einführung von Gemeinschaftsschulen gestimmt.

„In der Gemeinschaftsschule lernen die Schülerinnen und Schüler über die Primarstufe hinaus weiterhin gemeinsam am gleichen Ort und werden entsprechend ihren Leistungsmöglichkeiten, Begabungen und Bildungsabsichten im vorwiegend binnendifferenzierten Unterricht individuell gefördert.

Sie können am Ende der Klassenstufe 9 den Hauptschulabschluss oder den qualifizierenden Hauptschulabschluss, am Ende der Klassenstufe 10 den Realschulabschluss und am Ende der Klassenstufe 12 die allgemeine Hochschulreife erwerben.“ Siehe Website zur Gemeinschaftsschule Sachsen.

Schleswig-Holstein

„Schleswig-Holstein setzt auf längeres gemeinsames Lernen: In der Gemeinschaftsschule können die Schülerinnen und Schüler alle Bildungsgänge absolvieren. Im Schuljahr 2022/23 besuchen rund 94.900 Schülerinnen und Schüler die 182 Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein (davon 44 mit Oberstufe).“ (Zitat aus dem Landesportal des Landes Schleswig-Holstein).
Auf dieser Website gibt es auch fachliche Ausführungen zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsschule.

Thüringen

„Mehr als 86 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer sprechen sich für längeres
gemeinsames Lernen aus. Es ist – wie viele Erfahrungen zeigen – nicht gut, wenn
bereits nach der 4. Klasse die Entscheidung über den weiteren Lebensweg junger
Menschen getroffen wird. Das lässt meist zu wenig Zeit, um alle Potentiale
eines Kindes zu erkennen. (…)“ Kultusminister Matschie in der Broschüre Gemeinschaftsschule.
Er äußert sich dazu nochmal im Leitfaden für Gemeinschaftsschulen: “ Wir haben uns für die Thüringer Gemeinschaftsschule stark gemacht, weil sie pädagogisch innovativ auf die bildungspolitischen Herausforderungen und den demografischen Wandel reagiert. Sie ermöglicht das längere gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Entwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers und ihre soziale Kompetenzentwicklung. Deshalb ist die Gemeinschaftsschule die Schule der Zukunft. (…)“